General Motorrevidierung Opel Monza 3.0 E. 6 Zyl.-CIH



  • Auf der Autobahn A8 Rosenheim - München. Den Irschenberg hinauf,
    im letzten Drittel sah ich extrem blauen Rauch im Rückspiegel.
    Diese Situation zwang zum Abbruch meiner Fahrt nach Augsburg. Ich
    nahm die Ausfahrt und fuhr direkt zu meiner kleinen Werkstatt.

    Ursache :?:

    * Ventilschaftdichtung
    * Zyl.-Kopf-Dichtung
    * Ölabstreifring Kolben.

    Zündkerzen ausgebaut. Die Überraschung: Die des 4. Zyl. komplett verusst / verkokt. :o

    Die Kompression auf allen 6 Zyl. 11 bar. :D

    Dann wurde eine "Druckverlustprüfung" gemacht. Das Manometer zeigt von 0 - 20
    den "grünen" Bereich an. Beim 4. Zyl. 10. Soweit, auf Grund der Laufleistung, OK.
    Doch in Verbindung mit dem Ölverbrauch als Gesamtes gesehen zu niedrig. :shock:

    Er meinte, ich kann eiter fahren, es wird kein Schaden schlagartig auftreten. Jedoch
    es mit der Fahrweise nicht übertreiben. Ok :!:
    Grund dieser Aussage: Seine Werkstatt, voll mit Terminen. So musste ich jetzt gut
    2,5 Monate auf meinen Termin warten.


    Nun war es soweit. Montag den 07.10.2019 war mein Termin. Ich brachte den Opel
    Monza 3.0 E in der Früh hin. Wir vereinbarten, er ruft mich an, wenn er den Motor
    ausgebaut und komplett zerlegt hat. Dann komme ich vorbei, er zeigt mir alles was
    im Argen liegt und wir besprechen gemeinsam weiteres Vorgehen. OK :!:

    Ich verliess die Werkstatt, ging zu einem Cafe in einem Discounter und wartete auf
    meine Abholung.

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    In der Zeit bis zu diesem Termin, besorgte ich mir eine gebrauchte Servopumpe.
    An meiner war der Wellensimmerring zur Riemenscheibe undicht.
    Ich habe in Norden der BRD eine Firma gefunden, die Servopumpen überholt /
    instand setzt. Bei meiner Kontaktaufnahme vereinbarten wir das Prozedere,
    den Ablauf und auch die ca. Kosten.

    Ich schickte sie ein, erhielt dann einen Istzustand, was sie machen und was es
    kostet, samt Versand. OK. Machen.

    Das, diese erhielt ich zurück:

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    Am nächsten Spätnachmittag erhielt ich den ersehnten Anruf.
    Wir vereinbarten, morgen Vormittag schaue ich vorbei.

    Mein Nachbar nahm mich mit. Es lag auf dem Weg zu seiner Arbeitsstätte.


    Als erstes zeigte er mir den Zyl.-Kopf:

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    Ganz deutlich zeichnet sich der 4. Zyl. hervor.


    Dann die 6 Kolben:

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    Dann nahm er Kolben für Kolben und zeigte mir: An mehreren Kolben
    war der Ölabstreifring gebrochen, zum Teil, Stücke heraus gebrochen.
    Ursache: "Altersbedingt!" Doch sie haben auch Beschädigungen an den
    Kolben verursacht. Das schlechte: Wir benötigen 6 neue Kolben!

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    Der nackte Motorblock und jetzt: "Die gute Nachricht!"
    Es gibt KEINE Beschädigungen an den Zyl.-Wänden. Der Hohnschlief
    ist auch noch gut. Diesen NUR leicht nachschleifen.

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    Als 3tes zeigte er mir die Kurbelwelle. Alles gut, so seine Aussage :)

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    Danach das Innenleben des Steuergehäuses. Die Kette zeigte deutliche Laufspuren,
    Aushärtung des Gummis, im Gummi vom Kettenspanner:

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    Nach dem das Verschleissteile sind, konnte ich ein komplettes Set, original OPEL
    im Netz auftreiben und kaufen:

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    Von dem Kupplungszustand war er sehr positiv überrascht. Obwohl diese
    bereits ca. 70 - 80.000 km hinter sich hat, Pfennig gut. Da benötigen wir
    keinen neuen Ersatz. :D

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    Jetzt erhielt ich auf mein Nachfragen:
    "Wie schaut die Ölpumpe bzw. und -Deckel aus?
    Folgende Antwort.
    "Ich war sehr überrascht als ich die Teile sah. Am Ölpumpendeckel überhaupt
    keine sichtbaren Verschleisserscheinungen. Das ist sehr sehr selten und zeugt
    vom regelmässigen Ölwechsel!"
    Was für ein Lob für mich. :D


    Wir besprachen das weitere Vorgehen. Er hat zuvor schon neue Kolben,
    original und von Mahle nach einer 3/4 Stunde telefonieren auftreiben
    können und bestellt.
    Wir waren uns einig: Kein Tuning, jedoch Opel der Zuverlässige soll und
    muss es wieder werden. Nichts übertriebenes und was die Kosten in die
    Höhe treibt. Aber auch nicht am falschen Ende sparen. Es muss homogen
    werden. Jede erneute Arbeitsstunde ist teurer und es bleibt nicht nur bei
    Einer, wenn man dadurch nochmals eine Reparatur hat.
    Abhängig davon wie lange die Zusendung der Teile dauert, kann der Opel
    Monza 3.0 E Mitte nächster Woche fertig sein. Er ruft an.


    Eine Frage nebenbei: "Was wiegt so ein Motor :?:
    Ich weiss es nicht, jedoch sieht man es am Opel Monza 3.0 E, wenn er heraus ist.
    Die Federbeine entlastet sind:

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    Nun lag eine lange Wartezeit vor mir und ein 13 km langer Fussweg nach Hause.
    Auf 1/2 Strecke, in der Alten Spinnerei, Kolbermoor, gibt es ein kleines idyllisches
    Cafe. Dort machte ich Rast:

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  • Teil 2:


    Die Zeit OHNE Auto nutzte ich, um den TG-Platz des Oldtimers zu renovieren.
    Hier der Link zu dem Bericht:

    viewtopic.php?f=19&t=1251


    Auch muss keiner meinen, der "alte" Mann hat jetzt kein Auto, er liegt
    den ganzen Tag auf der Coach. Nein, er hat nachweislich in den 7 Tagen
    gesamt 53 km zu Fuss zurück gelegt.

    So ging es am Mittwoch Vormittag der folge Wochen zu Fuss wieder zu dieser
    Motoren-Manufaktur, den Opel Monza 3.0 E abholen.

    Mir wurde an der offenen Motorhaube alles erklärt, was sie gemacht haben.
    Dann der Start des Motors: WOW :o

    Ich wurde darauf hingewiesen, das der Motor eingefahren werden muss. So
    nach ca. 600 km zum erneuten Öl- und Filterwechsel wie auch, dass die
    Zyl.-Kopf-Schrauben nach gezogen werden müssen. OK.

    Dann ging es ins Büro. Dort zeigte er mir Bilder von den durchgeführten Arbeiten.

    * Die Zyl.-Innenwände wurden mit Diamantstaub geschlieffen. Die Hohnung aufgefrischt.
    Kein neues Ausschleifen und dadurch auch KEINE Übergrösse an Kolben.
    * Die Motorblockoberfläche wurde sehr feinfühlig geplant.
    * Die Kurbelwelle wurde an den Lagerflächen poliert. Neue Lagerschalen verwendet.

    Die vorderen 3 Zyl. mit neuen Kolben, die auch Alle neue Kolbenringe erhielten:

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    Die hinteren 3:

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    Die Kennzeichnung eines der Kolben:

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    Das Steuergehäuse mit neuen Innenteilen und neuer Steuerkette verbaut.
    So wie eine neue Wasserpumpe:

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    Der Zyl.-Kopf:
    * Dichtheit auf Druck und Unterdruck geprüft um ggf. Haarrisse im Kopf aus zu schliessen
    * geplant
    * Ventile gereinigt, ploliert
    * Ventilteller und Ventilsitze nach geschliffen

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    12 neue Hydrostössel verbaut:

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    Alle Deckeldichtungen erneuert. Kunststoffschraube für das Nockenwellenaxialspiel neu:

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    Alles mit Lack verplombt:

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    Die erste Fahrt von mir überzeugte vollenst.

    Die Kosten hielten sich im überschaubaren Rahmen für all die aus- und
    durchgeführten Arbeiten.
    Alles auch detailliert in der mehrseitigen Rechnung nachvollziehbar.
    Ich bin über alle Arbeiten unterrichtet worden. Es ist ebenfalls alles
    mit mir vorher abgesprochen worden. Sehr saubere Arbeit, ehrlich und fair.

    Ich sage Herrn Stockinger und dem Chef Benjamin Stengl vielen Dank.

    Es ist wirklich eine kleine 2 Mann Manufaktur. ;)

    http://www.stengl-fahrzeugtechnik.de
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  • Teil 3:

    2 Tage nach dem Erhalt meines Opel Monza 3.0 E erhielt er eine umfangreiche Pflege.

    Hier der Link über die Dokumentation dazu:

    "Herz erneuert, Bodypeeling erhalten"

    viewtopic.php?f=53&t=1252
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  • 24.10.2019, einer der letzten schönen Herbsttage und einer der
    letzten Möglichkeiten, bei "schönem" Wetter, eine längere Tour
    zu fahren. eine Längere um den neuen Motor vernünftig einfahren
    zu können.
    Ich entschloss mich, am Abend vorher, die Tagestour zum:

    "Grossglockner Pass"

    zu machen.

    Am Abend, so nach ca. 9 Stunden und knapp 400 km waren wir,
    der Opel Monza 3.0 E und ich wieder zu Hause.

    Die Fahrt führte rauf, auf den Grossglockner, 2.428 M.ü.Null mit
    einem Abstecher zur "Edelweissspitze mit 2.571 M. ü. Null. Weiter
    zum Hochtor mit 2.504 M. ü. Null. Danach hinten runter Richtung
    Heiligenblut. 8 km zuvor, rechts weg zur Kaiser-Franz-Josef-Höhe
    mit 2.369 M. ü. Null.
    Danach ging es zurück und wieder rauf zum Hochtor und hinunter
    nach Bruck. Dort wo die Grossglockner Hochalpenstrasse beginnt.

    Von dort Richtung Heimat. Über Mittersill,
    noch über den:

    "Pass Thurn"

    mit 1.273 M. ü. Null.

    Danach passierte ich noch Kitzbühl.

    Fakten:

    Der Motor läuft wunderbar. Der Benzinverbrauch, lt. Boardcomputer,
    lag bei 9,6 ltr. / 100 km und kein messbarer Ölverbrauch. Das wiederum
    sagt, der Motor ist dicht.

    Jetzt erfolgt ein frischer Ölwechsel. Die Zyl.-Kopfschrauben werden
    nachgezogen und nach ca. 2.500 km, wenn der Motor sich richtig
    eingelaufen hat, dann wird noch die Kompression geprüft.

    Für die tadellose Leistung, die der Opel Monza 3.0 E abgab, erhält er
    dieses Badge:

    *


    an sein Kühlergrill.

    Ein Bericht mit an die 160 Photos folgt in der Rubrik:
    "Berichte & Bilder" hier im Forum.
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Mittwoch, 19. Februar 2020, 17:35:44


  • Heute die 1. Kompressionsdruckprüfung nach der Revision und
    gefahrenen 3.100 km gemacht.

    Ölverbrauch bisher gleich 0,00 ltr.


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